Archiv für Januar 2018

Unser 3Fragezeichen-Jahresrückblick 2017

Freitag, 26. Januar 2018

Hallo allerseits, wir hoffen ihr seid gut und munter ins neue 3Fragezeichen Jahr 2018 gestartet. Wer Kinder hat wird das vielleicht kennen, dieses Gefühl, als würde die Zeit doppelt oder dreifach so schnell an einem vorbei ziehen und ehe man sich versieht ist wieder ein Jahr vergangen. 2017 liegt hinter uns, ebenso unsere traditionelle Wahl zum goldenen Fragezeichen. Wie immer wollen wir zu Beginn des neuen Jahres nochmal einen kurzen Blick zurückwerfen. Was ist uns aus den letzten 12 Monaten im Gedächtnis geblieben? Was waren unsere persönlichen Buch- bzw. Hörspiel-Highlights im letzten Jahr, was gab es sonst noch Erwähnenswertes und was hat uns weniger gut gefallen?

Die drei ??? Bücher 2017:
Ein herausstechendes Buch-Highlight gab es für uns eigentlich nicht. Das Gute daran: ein richtig schwaches Buch war für uns eigentlich auch nicht dabei. Nun ja fast…;) Wir hatten einige sehr schöne Lesestunden, aber einen Favoriten könnten wir nur schweren Herzens nennen. Wobei, vielleicht doch André Marx’s „Geheimnis des Bauchredners“. Aber lest selbst. Anfangen wollen wir mit unserem persönlichen Geheimtipp…Die drei ??? Verbrechen im Nichts von Kari Erlhoff:
Justus Peter und Bob verbringen die Ferien in der scheinbaren Einöde von ‚Nothing‘. Soweit so gut. Doch ein seltsames, verlassenes und teilweise schon verfallenes Motel, ein unheimlicher Steinbruch, dazu eine rätselhafte Prophezeiung, die tatsächlich einzutreffen scheint – und nicht nur dem zweiten Detektiv zusetzt – weck den Ermittlergeist der drei Detektive. Die Suche nach einem Schatz darf natürlich auch nicht fehlen. Als aus Spaß plötzlich bitterer Ernst wird und während der erste Detektiv noch damit beschäftigt ist, gekränkt zu sein, nehmen Peter und Bob die Sache selbst in die Hand und geraten dabei in tödliche Gefahr. Insgesamt eine wunderschöne, witzige, spannende, aber auch etwas andere Abenteuer-Schnitzeljagd, mit liebevoll beschriebenen Charakteren, toller Atmosphäre und einer nicht nur für den ersten Detektiv überraschenden Wendung. Das der zweite Detektiv diesmal etwas mehr im Mittelpunkt stand, hat uns nicht wirklich gestört. Wir hatten ein paar sehr vergnügliche Lesestunden. Für uns ein echtes Ferienbuch – Nothing is better 😉
Die drei ??? Im Ban des Drachen von Christoph Dittert:
Oder Petel Shong oder ‚Die drei ??? gegen die Triaden’… 😉
Als Peter erwacht befindet er sich in einem luxuriösen Hotelzimmer, in schwindelerregender Höhe im 89. Stockwerk. Allerdings befindet sich das Hotel nicht in Rocky Beach oder Los Angeles, auch nicht in einem anderen Bundesstaat, nein nicht einmal in den USA. Peter befindet sich ganz allein viele 1000 Kilometer von zuhause entfernt in der chinesische Metropole Shanghai und er hat keine Ahnung wie er dorthin gelangt ist. Eines wird ihm jedoch sehr schnell klar. Er befindet sich in tödlicher Gefahr. Wird es seinen beiden Freunden und Detektivkollegen gelingen ihn aus den Klauen der Triaden, bekannt als die ‚chinesische Mafia’, zu befreien? Insgesamt ein etwas anderes, jedoch sehr spannendes und temporeiches ???-Buch mit toller Atmosphäre rund um die chinesischen Millionenstadt Shanghai, einigen äußerst finsteren Gestalten und der vielleicht verrücktesten Achterbahnfahrt in der Geschichte der drei ???. Ob die Triaden ein wenig verharmlost dargestellt wurden, oder ob dies genau altersgerecht geschehen ist, darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Wer sich zumindest ein wenig auf das ‚Abenteuer Shanghai’ einlässt, der kann sich unserer Meinung nach durchaus auf ein paar äußerst vergnügliche Lesestunden weit weg von Rocky Beach freuen. Die Idee mit der chinesischen Visitenkarte hat uns ausgesprochen gut gefallen.
Die drei ??? Schrecken aus der Tiefe von Marco Sonnleitner:
Euer Gewinner-Buch bei der Wahl zum goldenen Fragezeichen.
Justus, Peter und Bob werden Zeugen, wie ein Angler mitten auf dem Black Lake, einem See in den Santa Monica Mountains, vom Boot gerissen und unter Wasser gezogen wird. Lauert wirklich ein Ungeheuer in dem dunklen, unheimlichen Gewässer? Onkel Titus alter Schulfreund Mac bittet die drei Detektive um Hilfe. Bei ihren Ermittlungen kommen die drei Jungen einem alten Raub auf die Spur. Als Macs 8jähriger Sohn Ben spurlos verschwindet und der erste Detektiv bei einem Tauchgang in Lebensgefahr gerät, spitzt sich der Fall ‚Seemonster‘ zu. Schönes, spannendes Küstenabenteuer mit wunderbarer Atmosphäre, tollen Charakteren, vielen netten Anspielungen und einem Hauch Grusel. Ein bisschen Der weiße Hai trifft das Ungeheuer von Loss Ness und 20.000 Meilen unter dem Meer. 😉 Lediglich die Auflösung zum Ende des Falles hat uns nicht ganz so gut gefallen, da der erste Detektiv mal wieder einen seiner berüchtigten Monologe hält um über gefühlte 20 Seiten alle offenen Fragen zu klären. Dies ist jedoch nur ein kleiner Kritikpunkt einer insgesamt lesenswerten Geschichte. Wir haben uns rund 140 Seiten lang gut unterhalten gefühlt.
Die drei ??? Geheimnis des Bauchredners von André Marx:
Der Geist eines Bauchredners in einer verfluchten Puppe…Großartig! Da können wir dem zweiten Detektiv nur zustimmen, auch wenn sich seine Begeisterung im Gegensatz zu uns in Grenzen hält. Ehrlich gesagt ist uns Mr Giggles bis heute nicht ganz geheuer, aber das nur am Rande. Allie bittet die drei Detektive ihrer Tante zu helfen. Dies gestaltet sich allerdings alles andere als einfach. Purpur bietet zwar nach wie vor Schutz, hilft aber offensichtlich nicht gegen umtriebige Bauchrednerpuppen oder blutige Botschaften in der Küche. Auch wenn zumindest zwei Fragezeichen nicht an Geister oder Ähnliches glauben, lässt sich das Erlebte nur schwer rational erklären. Wird es unseren drei Helden gelingen alle rätselhaften Botschaften, rund um das Geheimnis des Bauchredners zu lösen und den lange zurückliegenden Zirkusbrand aufzuklären? Insgesamt eine wunderbare, schaurig-schöne Spukgeschichte mit einigen Gänsehaut Momenten, vielen schrägen Figuren, witzigen Momenten und einem stimmigen Finale ohne Monolog des ersten Detektivs. Für uns vielleicht das Drei ??? Buch des Jahres 2017. Als Belohnung bekommt Peter weitere 150 Bonuspunkte auf sein Detektivkonte, Bob einen Sturzhelm für Außeneinsätze und Justus einen Gutschein für ein Selbsterfahrungsseminar im Shakti-Center! 😉
Die drei ??? Im Reich der Ungeheuer von Hendrik Buchna:
Gleich zwei Fälle, die Justus, Peter und Bob eine gewisse Zeit getrennt voneinander verfolgen. Während der erste Detektiv sich mit einer schwerhörigen älteren Dame, der scheinbar nach dem Leben getrachtet wird, herumschlägt, ermitteln seine beiden Detektivkollegen in der Monster-Villa eines ehemaligen Stuntman. Auf der Suche nach einem alten Smaragd-Collier ist vor allem der für Recherchen und Archiv verantwortliche Detektiv gefragt. Schnell wird den drei Detektiven jedoch klar, dass es um mehr geht, als um ein altes wertvolles Erbstück und ehe sie sich versehen geht es um Kopf und Kragen. Insgesamt ein spannendes Gangster-Abenteuer, mit einigen überraschenden Wendungen, netter Gruselatmosphäre, interessanten, skurrilen Charakteren und einer finalen, halsbrecherischen Verfolgungsjagd mitten durch ein Haus voller Filmmonster. Lediglich die lange Auflösung zum Ende des Falles, wo alle offenen Fragen (und davon gibt es leider einige) geklärt werden, fanden wir nicht ganz so gelungen. Nichts desto trotz hatten wir ein paar monstermäßig vergnügliche Lesestunden im Reich der Ungeheuer.
Die drei ??? und die Zeitreisende von André Minninger:
Puh, schon im letzten Jahr war André Minningers „Signale aus des Jenseits“ für uns das schwächste Buch des Jahres. Schon länger tun wir uns mit André Minningers Geschichten ein wenig schwer. Diesmal also Zeitreisen…die Kritiken, die man ja eigentlich nie lesen sollte, bevor man ein Buch selbst gelesen hat, waren teilweise vernichtend. Umso überraschter waren wir. Es machte wie immer Sinn, sich eine eigene Meinung zu bilden und uns hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, genau aus dem Grund warum vielen das Buch nicht gefällt, nämlich aufgrund des etwas anderen Endes.
Ein äußerst ungewöhnlicher Fall für Justus, Peter und Bob. Eine ältere Theater-Diva bricht mitten auf der Bühne zusammen, nachdem sie ihre vor über drei Jahrzehnten spurlos verschwundene Tochter, mitten im Publikum erblickt. Das Besondere: Die kleine Aurora scheint nicht einen Tag gealtert zu sein. Wie kann das sein? Steckt der Vater des Kindes, ein bekannter Atomphysiker, der sich bis zu seinem Verschwinden intensiv mit Zeitreisen beschäftigte, dahinter? Die drei Detektive nehmen die Ermittlungen auf. Die Spuren führen in verschiedene Richtungen. Auch wir tappten lange im Dunkeln, auch wenn es für uns am Ende nur eine logische Erklärung geben konnte, aber wir sind ja auch nicht die erste Zielgruppe 😉 Interessante Theatergeschichte, die uns von der Atmosphäre immer ein wenig an den Miss Marple Klassiker „Vier Frauen und ein Mord“, der bekanntlich auch in einem Theater spielt, erinnerte, dazu ein lange in der Vergangenheit liegender Vermisstenfall, ein heimtückischer Säureanschlag auf eine alternde, teilweise jedoch auch bemitleidenswerte Schauspielerin, sowie ein für die drei ??? recht ungewöhnliches Finale, welches uns jedoch ausgesprochen gut gefallen hat, weil es wie bereits erwähnt einfach wieder einmal ein bisschen anders war…
Weitere Drei ??? Bücher 2017:
Neben den regulären Drei ??? Büchern gab es auch im zurückliegenden Jahr einige Specials. Hervorheben wollen wir hierbei Christoph Ditterts Buch „Der Fall Marty Fielding“, der uns ausgesprochen gut gefallen hat, einfach deshalb, weil es mal eine etwas andere Buchform war. Den Fall ein wenig aus Bobs Perspektive anhand seiner (handgeschriebenen) Notizen zu verfolgen, fanden wir eine nette Idee. Auch die zweite Graphic Novel „Das Dorf der Teufel hat uns gut gefallen“ – vielleicht sogar noch einen Tick besser als der erste Band. Eine ausführliche Kritik dazu folgt demnächst. Bei dem Kurzgeschichtenband „Die drei ??? und der schwarze Tag“, ist es wie bei den früheren Kurzgeschichten auch, einige fanden wir gut, einige haben uns nicht ganz so gut gefallen. Was wir jedoch immer wieder schön finden, ist die Möglichkeit bei den Kurzgeschichten mal einen etwas anderen Weg zu beschreiten. Etwas was bei den regulären Bänden eher schwierig ist.
Ganz zum Schluss noch ein Buch außerhalb der normalen Wertung.
C. R. RodenwaldsDie Welt der drei Fragezeichen“:
Zugegeben, wir waren im Vorfeld doch ein wenig skeptisch. Ein weiteres Buch über die drei Detektive aus Rocky Beach. Oh wie spannend… Was sollte dieses Buch groß Neues enthalten? Wobei – ein weiteres Buch? Ein Buch über die Entstehungsgeschichte der drei ???. Und nicht nur das. Die anfängliche Skepsis war schnell verflogen. Dieses Buch ist anders, es beinhaltet weit mehr. Es werden sämtliche(!) Autoren beleuchtet. Der Autor wirft einen Blick über den großen Teich, er betrachtet die Geschichte der 3Investigators in den Vereinigten Staaten, genauso wie den Siegeszug der drei ??? in Deutschland. Die Hörspiele werden ebenso wenig außer Acht gelassen, wie die Höhen und Tiefen, die diese Serie durchaus hatte. Natürlich ist auch der unsägliche Rechtstreit ein Thema. Neben der Zentrale werden alle wichtigen Protagonisten genau betrachtet. Uns hat „Die Welt der drei Fragezeichen“ ausgesprochen gut gefallen. Wir hatten sehr viel Spaß beim Lesen. Dieses tolle Buch ist sowohl etwas für langjährige Fans, als auch für Neueinsteiger der Serie. Von uns gibt es eine ganz dicke Lese-Empfehlung! Dieses Buch war für uns definitiv ein Highlight im zurückliegenden 3Fragezeichen-Jahr.

Die drei ??? Hörspiele 2017:
Ähnlich wie bei den Büchern verhält es sich auch bei den Hörspielen, auch hier könnten wir uns nur schwer für einen Favoriten entscheiden. Bis auf die Folge „Signale aus dem Jenseits“, mit der wir, trotz toller Sprecher, einfach nicht warm werden, waren alle im letzten Jahr erschienenen Hörspiele okay. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Die drei ??? und der Mann ohne Augen (185):
Eines vorab – dieses Hörspiel gehört für uns in die Kategorie: Je öfter ich die Folge höre, umso besser gefällt sie mir“. Ein mysteriöser Brand in dem Apartment eines ehemaligen Lehrers beschert Justus, Peter und Bob ihren neusten Fall. Ein alles andere als zufälliger Einbruch in der ausgebrannten Wohnung, sowie eine Serie von Kindesentführungen vor rund 28 Jahren durch einen skrupellosen Kindesentführer mit gespenstisch leeren Augenhöhlen, machen Justus, Peter & Bob mächtig zu schaffen. Nichts scheint in dem vertrackten Fall zusammen zu passen…insgesamt ein sehr spannendes und streckenweise unheimliches Hörspielabenteuer mit gewohnt guten Sprechern und gruseliger Atmosphäre. Lediglich die Carringtons klingen in unseren Ohren ein wenig zu jung. Allerdings ist dieses Hörspiel aus unserer Sicht nicht unbedingt etwas für die jüngeren Hörer.
Die drei ??? Insel des Vergessens (186):
Thomas Fritsch hat seinen letzten Auftritt als Erzähler. Und leider ist die Hörspielumsetzung nicht so stark wie die Buchvorlage. Die malerisch gelegene Seniorenresidenz ‚Sunny Island‘ birgt ein düsteres Geheimnis. Leute verschwinden, ein in Rätseln sprechender Tod verbreitet Angst und Schrecken. Peters Opa Ben Peck scheint bei dem Versuch einem alten Freund zu helfen, einigen mysteriösen Vorkommnissen zu nahe gekommen zu sein. Insgesamt ein spannendes Hörspielabenteuer, mit tollen Sprechern, in dem Peters Großvater auf den Spuren seines Enkels wandelt und auf eigene Faust versucht den Fall zu lösen. Ganz ohne die Hilfe der drei Detektive geht es am Ende aber natürlich nicht…
Die drei ??? und das silberne Amulett (187):
Eine rätselhafte Botschaft landet unversehens auf dem Schrottplatz, sorry dem Gebrauchtwarencenter 😉 Ein ausgebrannter Wohnwagen, ein verschwundener Meereswissenschaftler, Justus, der sich mit bösen Zahnschmerzen herumplagt, während Bob die Avancen eines jungen und wie wir fanden, ziemlich nervigen Mädchens über sich ergehen lassen muss. Dazu gerät Tante Mathilda in Verdacht Falschgeld in Umlauf zu bringen. Insgesamt ein nettes, streckenweise spannendes, Hörspielabenteuer mit einigen interessanten Figuren und Handlungssträngen, die scheinbar nicht zusammen gehören und am Ende doch einen Zusammenhang ergeben. Leider sind einige witzige und spannende Momente aus dem Buch nicht mit ins Hörspiel übernommen worden (u. a. der Wasserrohrbruch im Hause Jonas, der noch zu verschmerzen gewesen wäre, aber Peters ‚Besuch’ in der Leichenkammer haben wir doch vermisst). Darüber hinaus blieb in diesem Hörspiel nach unserem Empfinden die Atmosphäre ein wenig auf der Strecke und auch mit dem ein oder anderen Synchronsprecher, allen voran Peter Heeckt als Henry Appleton, taten wir uns doch ein wenig schwer. An Axel Milberg als neuen Erzähler müssen wir uns noch gewöhnen, auch wenn er seine Sache wirklich gut gemacht hat. Dies liegt wohl eher daran, dass wir uns in letzter Zeit leider an einige neue Stimmen gewöhnen mussten. Tante Mathildas Wutausbruch ist dafür ein echtes Highlight der Folge.
Die drei ??? Signale aus dem Jenseits (188):
Schon das Buch hat uns im letzten nicht wirklich vom Hocker gehauen. Clarissa Franklin ist zurück und mit ihr eine weitere nicht ganz unbekannte skrupellose Dame. Eine äußerst abstruse und bizarre Geschichte, die die ehem. Psychologin den drei ??? auftischt. Ähnlich wie der dritte Detektiv ist man hin und hergerissen, ob man ihr glauben soll oder nicht. Ein geschicktes, streckenweise spannendes Verwirrspiel, ein Mordversuch, sowie ein Brandanschlag auf die Zentrale, garniert mit ein paar witzigen Momenten rund um Astrala und ihre Spiritistischen Sendungen mit wirklich tollen Sprechern uns gewohnt guter Atmosphäre. Lange haben wir uns gut unterhalten gefühlt, als es jedoch um die Auflösung und das damit verbundene Motiv geht, fällt die Geschichte aus unserer Sicht zum Ende hin leider ab, was wirklich schade ist. Hinzu kommt, dass die Bösewichte zum Schluss auch noch ungeschoren davonkommen. So richtig glücklich dürften auch Justus, Peter & Bob darüber nicht sein… Aus unserer Sicht kann das „Kapitel Clarissa Franklin“ gerne langsam aber sicher abgeschlossen werden.
Die drei ??? und der unsichtbare Passagier (189):
Die Folge profitiert eindeutig von unserem zweiten persönlichen Highlight im letzten Jahr. Nämlich der Record-Release Party im Berliner Huxleys, die wieder einmal richtig Spaß gemacht hat.
Ein Wochenendtrip von L.A. nach Seattle in einem Luxus-Zug, ein äußerst nervöser Passagier, der scheinbar spurlos verschwindet, eine inszenierte Gruselshow inkl. Horrorkäfer – in was sind die drei Detektive da nur wieder hineingeraten? Was als gemütliche Reise beginnt, entpuppt sich schnell als brandneuer Fall. Tolles, spannendes Zug-Abenteuer mit vielen Verdächtigen, witzigen Momenten, sowie der einen oder anderen interessanten Wendung und tollen Sprechern. Die Zug-Atmosphäre ist dafür aus unserer Sicht leider etwas zu kurz gekommen. Auch wir haben ebenso wie Peter lange Zeit im Dunkeln getappt. Die Auflösung kam dann doch etwas überraschend und war uns einen klitzekleinen Tick zu konstruiert, was jedoch durchaus zu verschmerzen ist. Insgesamt hatten wir viel Spaß an Bord des Coast Imperial.
Die drei ??? und die Kammer der Rätsel (190):
Das letzte reguläre Hörspiel im zurückliegenden Jahr.  Alles hatte so harmlos angefangen…doch dann…ein skurriler Auftraggeber, ein seltsame Wette, eine mysteriöse Burg mit einem Labyrinth voller Rätsel, die es zu lösen gilt. Insgesamt ein spannendes und streckenweise auch temporeiches Rätsel-Hörspiel mit unterschiedlichen Räumen, die es zu durchqueren gilt, tollen Sprechern, einigen interessanten und äußerst verdächtigen Personen, sowie einem durchaus überraschenden Ende, das uns gut gefallen hat.
Weitere Drei ??? Hörspiele 2017:
Das Warten hat ein Ende. Endlich sind die ersten Planetariums-Hörspiele im Handel erhältlich. Wir hatten das große Vergnügen die Folge im Herbst 2016 im Berliner Zeiss Planetarium im 3D-Sound zu hören.
Die drei ??? Das Grab der Inka-Mumie:
Jemand stiehlt eine mit einer hochwertigen Alarmanlage gesicherte Inka-Mumie. Wie kommt eine Inka-Mumie überhaupt nach Rocky Beach? Spannendes Abenteuer mit schöner Atmosphäre, tollen Sprechern um das sagenumwobene Inka-Reich, eine verschwundene Mumie und einem echten Abenteuer-Finale. Insgesamt (vielleicht aufgrund der Länge) leider nicht ganz so stark wie die Buchvorlage.
Die drei ??? und der Tornadojäger:
Interessantes Abenteuer um die entwendeten Dias eines Tornadojägers auf Vortragstour, mit einigen Irrungen und Wirrungen. Wer sagt die Wahrheit? Wer lügt? Ist ihr Auftraggeber wirklich das Opfer, oder versucht er etwas zu verbergen? Auch wir konnten uns nur schwer festlegen. Hier und da hat uns der Fall an den Film „Twister“ erinnert, was der Geschichte keinen Abbruch tut. Schönes Hörspielabenteuer mit tollen Sprechern, lediglich einen Tick mehr „Sturm-Atmosphäre“ hätten wir uns gewünscht. Insgesamt haben wir uns gut unterhalten gefühlt.
Die drei ??? und das kalte Auge:
Vielleicht unser Hörspiel-Highlight 2017. Ein mysteriöses Rätsel, ein unheimlicher Indianer mit kalten Augen, ein ewiger Rivale und jede Menge verdächtige Personen. Detektivherz was willst du mehr. Die teilweise etwas schrägen Charaktere haben uns durch die tolle Sprecherbesetzung viel Freude bereitet. Insgesamt ein schönes, spannendes Hörspiel-Abenteuer. Für uns auf jeden Fall das beste „Planetariums-Hörspiel-Special“ bisher, was ganz sicher auch daran lag, dass in dieser Folge Hans Meinhardt und Andreas von der Meden leider zum letzten Mal Onkel Titus und Skinny Norris ihre Stimme liehen. Schön die beiden noch ein letztes Mal zu hören.

Fazit und Ausblick:
Ein alles überstrahlendes Buch gab es für uns nicht. Wenn wir zwei rauspicken müssten wären es sicher „Das Geheimnis des Bauchredners“ und „Verbrechen im Nichts“. Noch schwieriger war es bei den Hörspielen. Bis auf Signale aus dem Jenseits fanden wir alle Hörspiele mehr oder weniger gleich gut. Ein Highlight waren sicher die ersten drei Planetariumshörspiele. Inzwischen ist ja die zweite Planetariums-Staffel angelaufen. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich unbedingt mal ein 3D-Hörspiel im Planetarium anhören. Das ist ein echtes Erlebnis und macht richtig Spaß. Tja, und dann können wir uns vermutlich spätestens im Herbst auf den nächsten Jubiläumsband 200 freuen. Wird es wieder einen dreiteiligen Jubiläumsband geben? Wer wird ihn schreiben? Jemand bekanntes oder doch jemand ganz neues? Ein Autor? Eine Autorin? Oder doch wieder mehrere Autoren? Wo wird es hingehen? Nach Europa oder bleiben die drei Detektive zuhause? Wer wird mit dabei sein? Tante Mathilda? Onkel Titus? Morton? Skinny? Kenneth und Patrick? Vielleicht Jelena? Oder doch Victor Hugenay? Auf jeden Fall Justus, Peter und Bob…Fragen über Fragen…über die wir nach Herzenslust diskutieren können und Antworten denen wir gespannt entgegenfiebern…nicht mehr lange, dann wissen wir alle mehr…lassen wir uns überraschen… 😉

Die drei ??? und der schweigsame zweite Detektiv…

Donnerstag, 18. Januar 2018

…oder Chaos unter´m Berliner Sternenhimmel…mit Happy End…
Im November 2016 hatten wir das große Vergnügen erstmals einem ??? -3D-Hörspiel im Zeiss Planetarium in Berlin zu lauschen. Treue Leser/Innen unseres Blogs werden sich vielleicht an unseren Bericht erinnern. An diesem kühlen Herbsttag genossen wir das Abenteuer um die Inka-Mumie. Der 3D-Sound war gut, die visuellen Effekte dezent, die Geschichte unterhaltsam. Insgesamt also ein rundum gelungener Hörspielabend. Ich hätte mir gerne noch die beiden anderen Abenteuer „Der Tornadojäger“ und „Das kalte Auge“ angehört, leider hatte ich keine Gelegenheit dazu. Umso begeisterter war ich , als ich von der zweiten Planetariumsstaffel hörte. Zu meiner großen Freude sollte eine meiner Lieblingsgeschichten „Das versunkene Schiff“ den Weg in die Planetarien finden.

Die drei ??? und das versunkene SchiffDer 1. Versuch: Fast exakt ein Jahr nach unserem ersten Besuch war es wieder soweit, ein Geburtstagsgeschenk machte es möglich und so machten wir uns voller Vorfreude an diesem nasskalten Novembertag auf den Weg ins Planetarium um die Folge „Die drei ??? und das versunkene Schiff“ im 3D-Sound zu genießen. Als Überraschungsgast war André Marx, der Autor der Geschichte ebenfalls anwesend. Vorab erzählte er kurz, wie es zur späten Veröffentlichung seines eigentlichen Erstlingswerkes, welches er einst an den Kosmos-Verlag sandte, gekommen war und warum die drei Detektive in der Geschichte weder das Internet nutzen noch ein Handy dabei haben. Das ist schlicht und ergreifend darauf zurückzuführen, dass die Geschichte bereits in den 90igern geschrieben wurde und auch wenn man es sich heute nur schwer vorstellen kann, zu dieser Zeit hatten noch nicht alle Jugendlichen ein Handy und die Recherche fand noch überwiegend in der Bibliothek und nicht im Internet statt.
Genug der Vorrede, Lehnen zurück und Hörspiel ab! Was uns sofort positiv auffiel, waren die visuellen Effekte, die deutlich stärker als noch bei der ersten Planetariumsstaffel eingesetzt wurden. Allerdings wurde man davon nicht überfrachtet – das Hörerlebnis bleibt im Vordergrund. Was uns dagegen etwas wunderte war die unterschiedliche Klangqualität. Während man Justus und Bob gut verstehen konnte, war Peter nur schwer zu verstehen. Man musste sich höllisch anstrengen um überhaupt etwas von dem was der zweite Detektiv sagte wahrzunehmen. Leider blieb es nicht dabei… Leider? Ja, leider, denn die Lautstärke von Peters „Tonspur“ nahm von Minute zu Minute stetig ab, bis überhaupt nichts mehr von ihm zu hören war. Vor allem die vielen jungen Hörer konnten dem Geschehen gar nicht mehr folgen, da man Justus und Bob im Gegensatz zu ihrem Detektivkollegen zwar weiterhin hören konnte, die einseitigen Dialoge aber nur sehr schwer einen Zusammenhang ergaben, wenn man die Buchvorlage nicht kannte. André Marx versuchte vergeblich die Verantwortlichen im Planetarium darauf aufmerksam zu machen, dass etwas nicht stimmte. Offensichtlich war dies bis dahin keinem Mitarbeiter aufgefallen. Nach einer guten halben Stunde, wurden wir ‚erlöst‘ und der Hörspielabend war vorzeitig beendet… Enttäuscht machten wir uns auf den Heimweg.
Nun wollen wir nicht allzu streng mit den Verantwortlichen im Zeiss Großplanetarium umgehen – auch wenn die Mitarbeiter nicht allzu glücklich agierten, technische Probleme können auftreten…
Zeiss Großplanetarium BerlinDer 2. Versuch: Fairer Weise bekamen wir das Angebot, den Hörspielabend im Januar 2018 nachzuholen. Nach ganz kurzem zögern nahmen wir das Angebot an – natürlich in der Hoffnung, dass diesmal alles klappen würde. Und soviel sei vorab verraten – wir wurden nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, alles klappte reibungslos. Der Sound war super. Die Effekte (vor allem Unterwasser) wirklich klasse. Über eineinhalb Stunden pures Hörvergnügen. Durch die Bank gute Sprecher, schöne Atmosphäre und eine wirklich gelungene Umsetzung einer tollen Geschichte. Den etwas stärkeren Einsatz visueller Effekte, haben wir eher positiv empfunden. Allerdings sollte man es damit auch nicht übertreiben. Mit geschlossenen Augen sollte man dieses Hörerlebnis jedoch auch nicht genießen. 😉
Auch wenn es diesmal erst im zweiten Anlauf geklappt hat, ändert das nichts an unserer ursprünglichen Meinung. Ein Besuch im Planetarium, um einem ???-3D-Hörspiel zu lauschen lohnt sich in jedem Fall und macht richtig Spaß. 🙂

Eine kleine Spezialgelagerte Sonderempfehlung zum neuen Jahr

Freitag, 5. Januar 2018

Hallo allerseits,

ich wünsche euch allen ein gesundes neues Jahr 2018!

Zu Beginn des neuen Jahres möchte ich zur Abwechslung mal eine kleine Spezialgelagerte Sonderempfehlung aussprechen. Der ein oder andere wird jetzt vielleicht schon ahnen worum es geht…nämlich um den spezialgelagerten Sonderpodcast. Dieser wurde mir selbst Ende letzten Jahres ans Herz gelegt und ich muss sagen dass ich zunächst doch etwas skeptisch war, da ich selbst nicht der große Podcasthörer bin.

Meine anfängliche Skepsis war allerdings nach den ersten Folgen von Tom, Jay und… äh nein, von Tom, Sebastian und Olaf schnell verflogen, denn der Podcast ist wirklich klasse. Zumindest ist das meine bescheidene Meinung. Getreu dem Motto „Wir sezieren jeden Fall“, ach nee das ist schon wieder falsch…wie hieß das noch mal im Intro…ach ja…“Drei Jungs analysieren jeden Fall“ nehmen die drei jede Drei ??? Folge genau unter die Lupe.
Mir hat es von Anfang an extrem viel Spaß gemacht den Dreien zuzuhören. Die Jungs sind mit einer riesen Portion Herzblut und Leidenschaft bei der Sache und das hört man auch. Hier und da schleicht sich schon mal ein kleiner Schnitzer ein, dies hat mich bisher nicht wirklich gestört, ich fand es eher charmant – ebenso wie die leichten Abschweifungen in andere Themengebiete, die durchaus vorkommen.

Die Analysen sind kritisch, aber nie überkritisch oder verletzend. Die Jungs argumentieren sehr leidenschaftlich, was mir gut gefällt. Auch wenn ich hier und da ihre Meinung bei der Bewertung einer Folge nicht unbedingt teile, was nicht allzu oft vorkommt, kann ich die Argumentation in den meisten Fällen durchaus nachvollziehen. Die drei sind ein eingespieltes Team und spielen sich gekonnt die Bälle zu, was man beim hören durchaus merkt, auch wenn sie sich hin und wieder gegenseitig auf die Schippe nehmen. Der teilweise leicht sarkastisch-ironische Unterton und das Augenzwinkern begeistern mich immer wieder aufs Neue und treffen genau meine Art von Humor.
Zu meinen ganz persönlichen Highlights gehört auf jeden Fall die Besprechung der Hörspielfolge 92 „Todesflug“ , die alle drei, vorsichtig ausgedrückt, nicht besonders mögen. Man kann den Schmerz förmlich spüren, den zumindest zwei der Jungs beim hören und analysieren dieser Folge empfanden… 😉 aber auch die anderen Folgen sind durch die Bank hörbar und bieten genug Gelegenheit zum Schmunzeln oder laut loslachen.

Was mich wirklich verblüfft hat, war die Tatsache, wie viele Dinge mir in all den Jahren, in denen ich schon den Hörspielen lausche, entgangen oder einfach nicht aufgefallen sind. Inzwischen habe ich ein gutes Dutzend Folgen des Spezialgelagerten Sonderpodcast von Olaf, Tom und Sebastian gehört und kann euch diesen nur wärmstens empfehlen.

Ausführliche Infos findet ihr unter: www.spezialgelagert.de

Ich wünsche euch viel Spaß beim hören!  Sven (3F-Team) 🙂