Lindas Schattenwelt

Lindas SchattenweltHallo allerseits, Pfingsten steht vor der Tür und der Juni zeigt sich von seiner sonnigsten Seite…echtes Jubiläumswetter, Jubiläum? Ach ja da war doch was… 😉
Nach Toteninsel (Band 100), Feuermond (Band 125), Geisterbucht (Band 150) nun also Schattenwelt (Band 175)…böse Zungen würden sagen dies ist der schwächste Jubiläumsband im Vergleich zu seinen drei Vorgängern. Aber muss man jeden Jubiläumsband unbedingt miteinander vergleichen? Das gleiche Problem hatte vor vier Jahren Astrid Vollenbruch mit dem dritten Jubiläumsband „Geisterbucht“. Wenn man schon vergleicht, stellt man schnell fest, dass alle vier Abenteuer unterschiedlicher kaum sein könnten und genau darin liegt meiner Meinung nach die Stärke jeder einzelner Geschichte. Natürlich habe auch ich meinen Favoriten… aber wenn man alle Jubiläumsbände einzeln betrachtet entdeckt man, dass es sich bei allen Dreiteilern um tolle, spannende, Abenteuer handelt…so auch beim neusten Band Schattenwelt…
Genug der Vorrede…zunächst muss ich sagen, dass ich mich richtig auf den vierten Jubiläumsband gefreut habe. Es ist immer wieder ein tolles Gefühl einen ganz neuen extra langen Fall von Justus, Peter & Bob in den Händen zu halten. Wie viele andere auch war ich höchst gespannt, wie das „Experiment Schattenwelt“, sprich drei Autoren – eine Drei ??? Geschichte funktionieren würde. Als Nicht-Autor stelle ich es mir extrem schwierig vor sich so abzustimmen, dass am Ende eine stimmige Geschichte herauskommt und dabei keine bzw. nicht allzu viel Logikfehler entstehen. Was diesen Punkt betrifft kann man nur den Hut vor Kari Erlhoff, Christoph Dittert und Hendrik Buchna ziehen, denn es hat aus meiner Sicht hervorragend geklappt. Mir sind keine nennenswerten Logik-Schnitzer aufgefallen…
Zur Geschichte selbst: Die drei Detektive bekommen die einmalige Chance das Studentenleben an der Universität von Ruxton unter echten Bedingungen zu testen. Noch bevor sich unserer drei Helden in den Uni-Alltag stürzen können, wird Bob Zeuge eines sehr merkwürdigen Telefonates seines Vaters, der früher ebenfalls an der Universität Ruxton studierte. Und damit noch nicht genug – auch bei der Kursvergabe läuft nicht alles nach Plan. Während Justus und Bob genau die Kurse belegen dürfen, für die sie sich angemeldet haben, muss Peter aufgrund eines Fehlers statt des erhofften Sportwissenschaft-Kurses, an dem Kurs für Kreative Dichtkunst teilnehmen. Sehr zum Leidwesen des zweiten Detektivs. Die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf – Menschen wie unter Hypnose, Taylor-Jackson Smith, ein ganz spezieller Mitbewohner und ein brillanter Klugscheißer, der ebenfalls für das Sonderprogramm in Ruxton ausgewählt wurde und mit Justus den Psychologie Kurs besucht. Ein Hausmeister mit Pfeilgiftfröschen, Vögel, die am Himmel festgefroren zu sein scheinen, ein mysteriöses Handy, ein teumessischer Fuchs, – das riecht förmlich nach einen neuen, spektakulären Fall für die drei ???. Und was hat Bobs Vater mit dem ganzen zu tun? Fragen über Fragen! Spuren über Spuren!
Sicherlich ist die Geschichte an manchen Stellen etwas abgehoben, aber das tut der Spannung keinen Abbruch und lässt sich aus unserer Sicht verschmerzen. Außerdem, wenn man schon zu einem Jubiläum nicht ein wenig dick auftragen darf, wann dann? Lediglich, die vielen verschiedenen Protagonisten, die im Laufe der Geschichte auftauchen, könnten etwas verwirrend sein, aber vielleicht ist das ja genau so gewollt!? Alle die auf eine Rückkehr von alten Weggefährten oder Gegnern gehofft haben, werden möglicherweise enttäuscht. Der Schrottplatz und die Zentrale kommen auch nur sehr sporadisch vor. Fast das komplette Abenteuer spielt sich auf dem Campus ab. Die Uni-Atmosphäre ist klasse beschrieben und erinnert stellenweise ein wenig an Hogwarts. Wer sich entspannt auf das ‚Abenteuer Ruxton‘ einlässt, wird nicht enttäusch. Ganz im Gegenteil, man bekommt ein paar schöne, vergnügliche, witzige, spannende und teilweise auch spektakuläre Lesestunden präsentiert. Detektivherz was willst du mehr? Mein Fazit: 3 1/2 von 5 Fragezeichen.
Viel Spaß beim lesen & schöne Pfingsten wünscht euch eure Linda! 🙂