Die drei ??? im Zeiss-Großplanetarium

Diesmal: Die drei ??? und das Grab der Maya

Bereits dreimal waren wir inzwischen im Berliner Zeiss-Großplanetarium, um den drei ??? unter´m Sternenhimmel zu lauschen. Nach dem Grab der Inka-Mumie, dem versunkenen Schiff und dem dreiäugigen Totenkopf nun also „Die drei ??? und das Grab der Maya“.
Die Buchvorlage von André Marx hat uns ausgesprochen gut gefallen, dementsprechend groß war die Vorfreude, wenn auch – aufgrund von Corona – unter etwas erschwerten Bedingungen. Doch dies sollte dem 3D-Hörspielvergnügen nicht im Wege stehen.
Die Story bzw. Umsetzung hat uns insgesamt ganz gut gefallen. Die Sprecher sind erste klasse, allen voran Jürgen Thormann. Mit fast zwei Stunden ist die Hörspielumsetzung allerdings recht lang, an manchen Stellen vielleicht etwas langatmig. Hinzu kommt, dass auf die visuellen Effekte, die wir von vorangegangenen Veranstaltungen kannten, komplett verzichtete wurde. Die Frage ist – warum? Angeblich, um nicht von dem eigentlichen 3D-Hörspielerlebnis abzulenken. Ernsthaft? 😕 Sorry, aber das erschließt sich uns überhaupt nicht. Erstens hat das bei den zurückliegenden Hörspielabenteuern sehr gut funktioniert. Zweitens haben die projizierten Bilder uns eher noch mehr in die Geschichte eintauchen lassen. Wir erinnern uns an die tolle Küsten- bzw. Unterwasser-Atmosphäre beim versunkenen Schiff, oder die Verfolgungsjagd durchs Maisfeld im dreiäugigen Totenkopf. Zumindest die tollen Bilder aus der Buchvorlage (Ausschnitte der Schatzkarten, Bilder der Skulpturen, Zeitungsartikel etc.) hätte man an den Sternhimmel werfen können, um so eine ganz besondere „Maya-Atmosphäre“ zu erschaffen.
So schön ein nächtlicher Sternenhimmel auch ist, knapp zwei Stunden sind dann gerade für jüngere (Zu-)Hörer einfach zu viel. Auch wenn uns die Geschichte insgesamt ganz gut gefallen hat, war die Enttäuschung am Ende doch recht groß. In dieser Folge fehlte einfach etwas.
Unser Fazit lautet daher ganz klar: Bitte eine Rückkehr zu den visuellen Effekten – sie machen das 3D-Hörspiel zu etwas ganz Besonderem. So leid es uns tut, aber das Grab der Maya muss man unserer Meinung nach nicht wirklich im Planetarium erleben. Im November geht es mit dem Hörspiel „Das Dorf der Teufel“ weiter. Die Graphic Novel hat uns extrem viel Freude bereitet – gerade hier bieten sich tolle Bilder aus der Geschichte an. Wenn wir jedoch richtig informiert sind, wird man sich auch in dieser Folge komplett auf das Audioerlebnis konzentrieren.
Am Ende muss natürlich jeder selbst entscheiden, was er von einem ???-3D-Hörspiel erwartet. Wir werden die kommende Folge wohl eher auslassen und eine kleine „???-Planetariums-Pause“ einlegen. 🙁